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Bücher
Rezensionen, Stimmen, Meinungen:
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Andreas Kurz lässt ein wahres Feuerwerk an skurrilen und ideenreichen Kurzgeschichten los, die alle relevanten Bereiche des Lebens in einer eigenwilligen Weise erreichen und der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten. Ob Öko-, Gottes-, oder Konsumwahn - jede Schicht und jede Klasse kriegt ihr Fett weg. Nicht fehlen darf natürlich die Kategorien "Beziehungskiste" und auch unser Bürokratiedschungel, der zum Beispiel herrlich in der Story "Der Becher-Mann" persifliert wird, muss sich dem Rundumschlag stellen, den der Schriftsteller schonungslos und knallhart ausführt. Und dieses bunte Wechselspiel verschiedener Lebensbereiche macht dieses Buch auch so lesenswert.
... Von uns gibt es eine Kaufempfehlung.
LEGIMUS.DE - "Wir lesen", 12.2.2010
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Alles in allem eine tolle Sammlung witziger, absurder Kurzgeschichten.
De Re. de, 24.2.2010
Mit seiner neuen Kurzgeschichtensammlung gewährt Andreas Kurz sehr skurrile, aber gar nicht so abwegige Einblicke in eine Welt, die vielleicht nur eine Handbreite von unserer heutigen Gesellschaft entfernt ist. Mit Humor, Wortwitz und der bereits bekannten Sprachgewalt schafft er es allerdings auch, den Leser in ruhigen Momenten nachdenklich zu stimmen und sich die bereits vorhandenen, jedoch nicht immer sichtbaren Fehler unserer Welt vor Augen zu halten.
Bürokratiewirrwarr, Finanzsorgen, Rechtschreibreformreformreformen, moralischer Verfall – das sind nur ein paar Beispiele für die Themen, die der Autor sehr geschickt mit Ironie und Sarkasmus in amüsante, beinahe lächerliche Geschichten packt. Seine Charaktere bewegen sich immer haarscharf an der Grenze zur Realität und sind dabei immer in Gefahr, ihren Verstand zu verlieren, wenn sie ihn nicht längst verloren haben.
Als Leser fühlt man sich trotz oder gerade wegen ihrer Verrücktheit wohl mit ihnen, wobei es kein Gefühl der Verbundenheit gibt. Man bleibt ein außenstehender Betrachter und hofft unbewusst, dass die beschriebenen Szenarien nur Fiktion bleiben – obwohl manche möglicherweise recht unterhaltsam sein könnten. Darauf ankommen lassen möchte man es aber eher nicht.
Wie schon in Bis gestern war ich harmlos zeigt Andreas Kurz auch in Nachttankstelle, wie das Leben sein kann, und dass es trotzdem immer irgendwie ein HappyEnd geben kann. Man muss eben nur darauf achten, aus welcher Perspektive man die jeweiligen Dinge betrachtet und wie man an sie herangeht. Dass man als Leser nach der Lektüre nachdenklich zurückbleibt, ist für Kenner des Autors keine Neuigkeit und ein willkommenes Geschenk neben der leichten Unterhaltung.
Fazit:
Ein etwas anderer Blick in die nicht unbedingt unrealistische Zukunft der Gesellschaft, mit angenehmem Humor gewürzt und einer gut verdaulichen Portion Nachdenklichkeit als Nachspeise.
LiteraTopia - Welt der Literatur, 18.3.2010
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Mein Fazit: Beste Lektüre für Querdenker und die, die es werden wollen.
Wildfee's Blog
Respekt hat sich der Autor allein durch die eröffnende Erzählung Land der wilden Worte verdient - eine herrlich absurde und unerwartet tiefgründige Betrachtung unserer Gesellschaft aus Sicht wilder Fremdwörter ...
Orkus Magazin, März 2010
Andreas Kurz, bekannt durch kuriose und humorvoll erzählte Kurzgeschichten, hat wieder einmal zugeschlagen. Für seinen neuen Band Nacht-Tankstelle" hat er zwei Thematiken gewählt, die brisanter nicht sein können. Zum einen nimmt er nimmt er die Konsumgesellschaft aufs Korn und hält ihr gekonnt einen Spiegel vor, zum anderen kämpft er an der Seite seiner Geschlechtsgenossen einen schier aussichtlosen Kampf, um gegen die holde Weiblichkeit bestehen zu können. Eine wunderbare Mischung, die fließend ineinander läuft und es schafft, die Lacher auf ihre Seite zu bringen. Dabei versteht es der Autor, äußerst vielseitig zu agieren und bestehende Brennpunkte ironisch darzustellen. Knackig kurz und schnell auf den Punkt kommend sind die meisten dieser Geschichten, in denen sich der Leser so manches Mal wieder erkennt. Ob es Produktpunkte sind, die es zu sammeln gilt oder der Datenwahn um sich greift, mitten aus dem Leben gegriffen, spiegeln sie alltägliche Dinge wider...
Fazit: "Nacht-Tankstelle" ist eine bunte Sammlung von ironisch präsentierten Alltäglichkeiten, die sich vor allem wegen ihrer in sich geschlossenen Geschichten hervorragend für ein kleines Lesevergnügen zwischendurch eignen.
Dorit Wiebke Media-Mania.de, April 2010
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Der Autor versteht es, die Realität so zu manipulieren, dass sich dadurch ganz neue Sichtweisen ergeben, die mal zum Lachen einladen ("Lemon Fresh Lover", "Single Messe"), öfter aber zum Nachdenken anregen ("Der Becher-Mann", "Tod im Paradies"). Durch unvergleichliche Wortakrobatik hält Kurz den Leser in seiner Präsentation einer neuen (oder bereits existierenden?) Wirklichkeit gefangen und lässt einen das Buch regelrecht verschlingen. Seine Sprachgewandtheit kommt besonders in der ersten Geschichte "Land der wilden Worte" perfekt zum Ausdruck und bietet somit einen gelungenen und interessanten Einstieg in das Gesamtwerk.
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Nicht ohne der Gesellschaft sozialkritisch einen Spiegel vorzuhalten, trifft der Leser auf vielfältige Themengebiete wie beispielsweise das mediale Zeitalter, die allseits beliebte und sich ausdehnende Bürokratie, die immer unbeliebter werdende Religion und nicht zuletzt das bekannte und geliebte Thema der zwischenmenschlichen Beziehungen. Es kommt wirklich jeder auf seine Kosten und somit bleibt mir eine unbedingte Kaufempfehlung auszusprechen. Egal zu welcher Jahres- oder Tageszeit: "Nachttankstelle" ist immer die passende Lektüre.
(9 von 10 Buchwürmern)
NECROWEB.de - Magazin, Mai 2010